Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Offenburg

Berufsradler mit Helm in der Innenstadt

Berufsradler mit Helm in der Innenstadt © ADFC / April Agentur

Lassen sich Fußgängerinnen und Radfahrer zu viel gefallen?

Das fragen wir vom ADFC Offenburg uns ab und zu, wenn wir uns für gute und sichere Wege für Rad- und Fußverkehr einsetzen und nur wenig voran geht.

Größere, einheitliche Umbaumaßnahmen wie hoffentlich bald in der Moltkestraße dauern Jahr(zehnt)e, aber viele kleine Dinge wären auch schon hilfreich:

Rad- und Gehwege sind oft in einem schlechten Zustand. Der Belag ist holprig, die Wege sind schmal, Schildermasten und Mülltonnen stehen ganz selbstverständlich drauf, oft auch Falschparker. Kein Durchkommen mit Kinderwagen, Baustellen ohne Umleitung, lange Ampelphasen, fehlende Barrierefreiheit. Durchwursteln als Ziel der Verkehrsplanung?

Dann lesen wir im Offenblatt, wie die Freien Wähler von der Gefahr für Autofahrer auf der Zähringerbrücke berichten. Und Herr Wagner vom OT erklärt die Stelle sogar zu einer "irrsinnigen Idee" der Verkehrsplanung. Alles nur, weil die Verkehrsführung geändert wurde. Alles ist wunderbar markiert, man müsste nur den Linien und Pfeilen folgen. Das überfordert manche Verkehrsteilnehmer offenbar. Es reicht jedenfalls zum Stadtgespräch.

Gleichzeitig informiert die Stadt Offenburg, auf der Hauptstraße ab dem Stadtbuckel bis zur Kinzig müsse der Fahrbahnbelag (und zwar nur der) erneuert werden. Die Maßnahme sei „unumgänglich“, die Verkehrssicherheit stehe auf dem Spiel. Zugegeben, der Belag ist nicht mehr neuwertig, trotzdem wäre man auf vielen Geh- und Radwegen im Stadtgebiet froh drüber.

Bitte nicht falsch verstehen: Wir wollen sichere Wege für alle. Also wenn es dort bessere Lösungen gibt: Bitte ändern. Aber wenn das der Qualitätsstandard ist, bei dem Autofahrer Probleme sehen, die Verkehrsplanung irrsinnig sein soll und die Stadt „unumgänglichen“ Handlungsbedarf sieht, drängt sich die Frage auf, ob mit zweierlei Maß gemessen wird.

Nur ein Beispiel: Die schlechte Querungsmöglichkeit von der Badstraße über die Hauptstraße. Die steht spätestens seit dem Fahrradförderprogramm V, beschlossen 2013 durch den Gemeinderat, zur Überplanung an. Mindestens 11 Jahre, um eine bessere Lösung zu finden. Jetzt wird neu asphaltiert, eine Lösung gibt es nicht. Müssen wir lauter werden?

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