
Fahrradmitnahme in der Bahn © ADFC/Christoph Eckelt
Radtransport mit Bus und Bahn
Nahverkehrszüge nehmen im Allgemeinen Fahrräder mit, Busse nur in besonderen Fällen. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie hier.
Im Nahverkehr der Bahn ist in BW ist die Mitnahme von Fahrrädern montags bis freitags vor 6h und nach 9h sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig kostenfrei. Auch in vielen DB REGIO Buslinien ist die Fahrradmitnahme möglich, wenn genügend Platz verfügbar ist. Es gibt keine Reservierungsmöglichkeit... Ein zusammengefaltetes Klapprad gilt als Gepäckstück, das in den Bussen und in der Bahn auch zwischen 6:00 und 9:00 ohne Fahrradticket befördert wird.
Auch wenn man eine Deutschland Ticket oder ein Nahverkehrs-Ticket hat, oder als Tourist mit der Konus Karte im Schwarzwald den Nahverkehr kostenlos nutzen kann muss man werktags für die Zeit zwischen 6:00 und 9:00 ein Fahrradticket lösen. Als Handy-Ticket bekommt man es über die App DB-Navigator. Dazu geht man zuerst unter „Mein Verbund“ auf das relevante Verbundangebot und dort zur Ticketauswahl/Fahrradkarte.
Schwieriger wird es, wenn man das Verbundgebiet verlässt. Dann braucht man die Fahrradkarte im Deutschlandtarif für 6€. Am Ticketautomaten findet man rechts unten
Im DB-Navigator gibt man zusätzlich oder statt des Reisenden ein Fahrrad ein, und kann nach Eingabe von Start und Ziel das Fahrradticket buchen.
Im Fernverkehr braucht man Fahrradticket und Reservierung. Bei der Verbindungssuche gibt man zusätzlich zum Reisenden ein Fahrrad ein. Es werden dann IC-Verbindungen markiert, für die man einen Fahrradplatz buchen kann.
Weitere Hinweise findet man unter
https://www.bwegt.de/reiseinformationen/fahrrad-und-bahn
Dort kann man auch einen Flyer „Fahrradmitnahme“ herunterladen, der die Ausnahmen bei Gäubahn und Ammertalbahn beschreibt und nützliche Tipps zum Fahrradtransport gibt.
Spezielle touristische Bahnangebote findet man unter bwegt/freizeitexpress
Bei Flixbus gibt es Angebote mit Fahrradtransport auch ins Ausland und über weitere Entfernungen.
Einen Anspruch auf Beförderung gibt es nicht. Oft fallen Zuge aus oder sind überfüllt. Dann ist man gut beraten, wenn man Alternativen vorbereitet hat, z.B. einen anderen, vielleicht langsameren Zug.
Nicht alle Bahnhöfe sind barrierefrei ausgestattet. Auch wenn es Aufzüge gibt werden diese oft durch bevorrechtigte Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen in Anspruch genommen. Bei der Verbindungssuche sollte man daher bei den Suchoptionen zusätzlich zur normalen Verspätung auch eine längere Umsteigezeit einplanen.
Der ADFC setzt sich für eine fahrradfreundliche Gestaltung der Bahnhöfe ein. Wenn euch Verbesserungsbedarf auffällt, gebt einen Hinweis an den betreffenden Kreisverband. Hilfreich ist es auch, wenn ihr bei euren Komoot Touren für die von euch besuchten Bahnhöfe als Komoot Highlight- Information eure Erfahrung mit Treppen, Aufzügen, Umsteigezeiten und Andrang mit der Komoot Community teilen würdet.
Fahrradtransport mit Bus
Einige Buslinien sind zum Fahrradtransport mit Anhängern oder Heckträgern ausgestattet. Auch hier ist der Fahrradtransport frei, es ist jedoch eine Reservierung erforderlich, die auch online möglich ist.
Hier ein Überblick:
https://www.dbregiobus-bawue.de/angebot/freizeitbusse
Bei der Verbindungssuche werden diese Linien oft nicht angezeigt, weil sie langsamer sind und nur die schnellsten Verbindungen gezeigt werden. Wenn man beim Suchfilter Verbindungen mit Fahrradtransport eingegeben hat, kommt oft Fehlanzeige oder es werden umständliche Bahnverbindungen statt der Fahrradbusse angezeigt. Durch die Wahl der Verkehrsmittel kann man die Suche einschränken.